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Siegesserie gerissen
Am vorletzten Spieltag verlor der Schachclub Geislingen gegen den Titelaspiranten Göppingen 2. Ohne die Punkte der sonstigen Siegesgaranten Neuwirth und Ströhle kamen die Geislinger gegen die junge Mannschaft aus Göppingen nicht über ein 2,5:5,5 hinaus.
Holger Ströhle kam schlecht aus der Eröffnung und musste sich nach einem Fehlzug schon früh geschlagen geben. Siegfried Bayer, der einen Bauern zulasten seiner Königsstellung eroberte, konnte sich nicht rechtzeitig aus einer Fesselung befreien und verlor ebenfalls. Die Partie von Kathrin Schiffmann endete remis, nachdem ihre Gegnerin die falsche Abwicklung gewählt hatte. Statt Bauerngewinn gab es ein Turmendspiel mit ungleichfarbigen Läufern ohne Materialvorteil. Den ersten vollen Punkt für Geislingen holte Alexander Heinrich, der wie gewohnt stark spielte und eine Figur gewinnen konnte. Adolf Köders Gegner vereitelte dessen Rochade. Bis ins Endspiel verteidigte Köder, wo er einen Freibauern nicht mehr halten konnte. Sebastian Schiffmanns Angriff wurde gekontert und er wurde durch eine schöne Kombination Matt gesetzt. Michael Thaut ließ sich in der Zeitnotphase nicht beirren und marschierte mit seinen Bauern unaufhaltsam Richtung Sieg. Erich Neuwirth kämpfte lange, konnte sich jedoch mit einem Minusbauern gegen das gegnerische Läuferpaar nicht behaupten.
Das letzte Spiel der Saison wird zentral in Nabern ausgetragen, wo Göppingen im direkten Duell gegen Kirchheim um den Titel kämpft. Geislingen befindet sich momentan auf Platz 5 und kann im letzten Spiel auch nicht mehr abrutschen.
Tim Wecker wie der Blitz
Tim Wecker vom Schachclub Geislingen ist Kreisblitzmeister der Altersklasse U16. Bei einer Bedenkzeit von nur 5 Minuten pro Partie zog er schnell und gut, heimste 5 Punkte ein und ließ die Konkurrenz aus Göppingen hinter sich. Auch Finn Dolze schaffte es mit 2 Punkten und Platz 3 aufs Treppchen. In der U14 erreichte Kathleena Weibel ebenfalls 2 Punkte, doch die reichten nur für Platz 4.
Fotos von der Siegerehrung:
Neuwirth Topscorer
Der Schachclub ist weiter siegreich. Mit einem überzeugenden 6:2 gegen Ebersbach erobert Geislingen den dritten Tabellenplatz.
Ganz besonders erfreulich ist die makellose Bilanz von Erich Neuwirth. Aus den vergangenen 7 Spielen holte er 6,5 Punkte und führt die Liste der Topscorer der Bezirksliga B an. Auch beim Spiel gegen Ebersbach machte er kurzen Prozess. Bereits nach einer Stunde setzte er seinen Gegner matt. Nach zwei Remisen von Birgit Fleischer und Adolf Köder schlug Siegfried Bayer zu. Er hatte bereits in der Eröffnung einen Bauern stibitzt und nutzte die zweite Unachtsamkeit seines Gegners für ein Grundlinienmatt. Am Spitzenbrett verteidigte Sebastian Schiffmann sich korrekt und holte einen weiteren halben Punkt. Holger Ströhle legte den gegnerischen Königsflügel frei, stellte Mattdrohungen auf und gewann eine Figur und die Partie. Auch er spielt eine sehr erfolgreiche Saison und belegt momentan Rang 4 in der Topscorerliste. Angesichts der Geislinger Führung scheute Uwe Kohn vor einem Opfer zurück und gab seine Partie remis. Ein auf der 6. Reihe positionierter Springer war bei Alexander Heinrich die siegreiche Figur. Mit ihm drängte er den Gegner in die Verteidigung und gabelte die Türme.
Schachclub schlägt erneut zu
Die Erfolgsserie geht weiter: Der Schachclub Geislingen schlug Göppingen 1 verdient mit 5:3. Zunächst sah es nicht gut aus. Adolf Köder verlor nach einer falschen Abwicklung einen Turm und wenig später seine Partie. Auch die Remisen von Sebastian Schiffmann im Mittelspiel mit ungleichfarbigen Läufern, Holger Ströhle durch Dauerschach und Birgit Fleischer nach Damentausch brachten Geislingen nicht nach vorne. Die Wende leitete Erich Neuwirth ein, der nach druckvollem Spiel auf dem Königsflügel mit einem Turm gegen Springer und Läufer den gegnerischen König abdrängte und seine Mehrbauern unaufhaltsam in Bewegung setzte. Uwe Kohn behielt Nerven wie Drahtseile. Mit weniger als 2 Minuten auf der Uhr bereitete er einen Bauerndurchbruch im Zentrum vor und stellte gefährliche Mattdrohungen auf. Angesichts zweier Minusbauern im Endspiel stand Kathrin Schiffmann bereits kurz vor der Aufgabe, doch ihr Gegner verlor den Faden und vergab seinen Vorteil: Remis. Den Siegpunkt holte Michael Thaut. Mit einer Figur gegen drei Bauern tauschte er die Damen und holte sich nach und nach immer mehr Material.